Presseinformation - Alkohol im Karneval

Neuer Leitfaden unterstützt die Vorbeugung des Alkoholmissbrauchs zur Karnevalszeit.

 

Alkohol ist das Suchtmittel, das bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen am weitesten verbreitet ist. Obwohl der Alkoholkonsum in dieser Altersgruppe insgesamt zurückgegangen ist, stellt das exzessive Rauschtrinken nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem dar...

...Fast jeder zehnte Jugendliche (8%) im Alter von 12 bis 17 Jahren weist einen riskanten oder gefährlichen Alkoholkonsum auf.

Allein in Nordrhein-Westfalen sind 2012 insgesamt 4.640 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung in eine Klinik eingeliefert und behandelt worden (2.633 männlich/2007 weiblich).

Besonders bei großen Volksfesten wie den Karneval gehört für viele Jugendliche wie für Erwachsene der übermäßige Alkoholkonsum als wichtiger Bestandteil des Feierns einfach dazu. So steigt besonders während des Straßenkarnevals die Zahl der Heranwachsenden, die aufgrund massiver alkoholbedingter Verhaltensstörungen in eine Klinik eingeliefert werden. Karnevalsvereine fühlen sich zunehmend mit dieser Problematik überfordert. So wurde z.B. in Krefeld der Kinderkarnevalszug 2014 aufgrund der zu erwartenden Alkoholexzesse durch Jugendliche abgesagt.

Rechtzeitig vor Beginn der Karnevalssession 2013 / 2014 bringt die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung bei der ginko Stiftung für Prävention in Mülheim eine neue Broschüre zur Vorbeugung des Alkoholmissbrauchs während der Karnevalszeit heraus. Die Broschüre wurde von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe von Fachleuten verschiedener Institutionen aus Städten der „Rheinschiene“ erarbeitet (Köln, Bornheim, Rheinisch-Bergischer Kreis). Sie dient als Arbeitshilfe zur Vermittlung von Grundlagen für eine nachhaltige und vernetzte Prävention des exzessiven Alkoholkonsums im Rahmen von Brauchtumsveranstaltungen wie dem Karneval.

„Durch eine Vernetzung der verschiedenen Arbeitsfelder der Suchtprävention, des Jugendschutzes, des Bildungsbereichs, der Ordnungsbehörden, der Polizei, der örtlichen Karnevalsvereine und weiterer Akteure aus unterschiedlichen Handlungsfeldern sollen die vorhandenen präventiven Aktivitäten während des Karnevals verstärkt und besser abgestimmt werden“, erklärt Dr. Hans-Jürgen Hallmann, Vorstand der ginko Stiftung.

Neue Ansätze sollen gefördert und vor Ort bedarfsorientiert etabliert werden. Dazu enthält der Leitfaden entsprechende Informationen sowie gezielte Hinweise für Maßnahmen im Rahmen einer gemeinsamen kommunalen Prävention und frühzeitigen Intervention.

 

Die Broschüre kann gegen Übernahme der Versandkosten angefordert werden bei der

Ginko Stiftung für Prävention

Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW

Kaiserstr. 90,

45468 Mülheim a. d. Ruhr

Tel. 0208 – 30069-31,

FAX: 0208 – 30069-49

E-Mail: j.hallmann@ginko-stiftung.de

http://www.ginko-stiftung.de/

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